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Kardiologie

Hunde und Katzen leiden weit häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, als viele Halter vermuten. Die Kardiologie ist deshalb auch in der Tiermedizin ein eigenständiges Spezialgebiet: mit sicherer Diagnose und gezielter Therapie. In unserer Praxis in Berlin-Kaulsdorf untersucht eine Fachtierärztin mit Zusatzbezeichnung Kardiologie das Herz Ihres Tieres: mit Herzultraschall, EKG, 24-Stunden-EKG, Röntgen und Blutdruckmessung, alles im Haus. Je früher eine Herzerkrankung erkannt wird, desto besser lässt sie sich behandeln und desto länger bleibt Ihrem Tier ein gutes Leben.

Terminvereinbarung nur telefonisch oder per E-Mail.

Kardiologische Untersuchungen lassen sich nicht online buchen: Um die passende Terminlänge zu planen, brauchen wir vorab einige Informationen zu Ihrem Tier, zum Beispiel Symptome, Vorbefunde und Medikamente. Rufen Sie uns an unter 030 5301 8585 oder schicken Sie Ihre Terminanfrage an info@tierarzt-kaulsdorf.de. Wir melden uns mit einem Terminvorschlag bei Ihnen.

Unsere Herzspezialistin

Dr. B. Kunkel ist Fachtierärztin für Kleintiere mit der Zusatzbezeichnung Kardiologie bei Klein- und Heimtieren und hat die Prüfungen zum GPCert Cardiology und GPCert Advanced Cardiology abgelegt. Die Tierärztekammer Berlin setzt ihr Wissen bei der Ausbildung und Prüfung neuer Fachtierärzte ein. Viele Kolleginnen und Kollegen überweisen ihre Herzpatienten zu ihr – auch wegen ihres ruhigen, sanften Umgangs mit den Tieren.

Tierärztin hört mit Stethoskop das Herz eines kleinen Hundes ab

Herzdiagnostik: Herzultraschall, EKG, Holter, Röntgen und Blutdruck im Haus

Zu einer gründlichen Herzdiagnostik gehören meist mehrere Untersuchungen, die sich gegenseitig ergänzen. Die wichtigsten führen wir in unserer Praxis selbst durch, so steht die Diagnose schnell und ohne weite Wege fest.

Was wir damit sehen

Die Echokardiografie erzeugt Ultraschallbilder des Herzens, das sogenannte Herzecho. Sie ist die aufwendigste, aber auch die aussagekräftigste Methode, um Herzveränderungen zu beurteilen. Unser Ultraschallgerät liefert zweidimensionale Aufnahmen und Videos; zusätzlich führen wir eindimensionale M-Mode-Untersuchungen durch, stellen die Strömungsverhältnisse des Blutes mit dem Farbdoppler dar und messen die Blutflüsse mit PW- und CW-Spektraldoppler. Mit dem Gewebedoppler lässt sich die Arbeit des Herzmuskels noch genauer beurteilen. Für eine erfahrene Untersucherin ergibt sich daraus ein sehr genaues Bild des Herzens – die Grundlage für präzise Therapieempfehlungen.

So funktioniert’s

Ihr Tier liegt in Seitenlage auf einem weich gepolsterten Ultraschalltisch, ohne Narkose. Während des Echos speichern wir Bilder und kurze Filme von Herzkammern, Herzklappen und Herzkontraktionen und werten sie im Anschluss aus. Die Befunde erklären wir Ihnen direkt am Monitor.

Was wir damit sehen

Ein EKG gehört im Regelfall zu jeder gründlichen Herzdiagnostik. Es dient vor allem der Bestimmung des Herzrhythmus und möglicher Rhythmusstörungen. Darüber hinaus gibt es Hinweise auf die Größe der einzelnen Herzkammern und lässt Rückschlüsse auf die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels zu.

So funktioniert’s

Kleine Klemmen an den Beinen messen bei jedem Herzschlag die feinen Ströme, die im Herzmuskel entstehen. Unser EKG-Gerät ist mit dem Praxiscomputer gekoppelt, sodass wir die Herzaktionen live am Monitor verfolgen können. Die wichtigsten Abschnitte drucken wir aus und werten sie sorgfältig aus. Über den Computer sind Aufzeichnungen von bis zu einer Stunde möglich – wichtig, wenn Rhythmusstörungen nur sporadisch auftreten und sonst leicht übersehen würden.

Was wir damit sehen

Das Holter-EKG zeichnet den Herzrhythmus über 24 Stunden auf – und zwar im gewohnten Zuhause Ihres Tieres. Das hilft uns,

  • Rhythmusstörungen zu erkennen, die nur gelegentlich auftreten, zum Beispiel bei Anfallsleiden
  • bei Rassen wie Dobermann und Boxer den Beginn einer Herzerkrankung so früh zu diagnostizieren, dass eine rechtzeitige Behandlung die Lebenserwartung deutlich verlängert
  • stressbedingte von wirklich krankhaften Arrhythmien zu unterscheiden, weil die Aufzeichnung außerhalb der Praxis stattfindet
  • antiarrhythmische Therapien zu überwachen und anzupassen

So funktioniert’s

Bei langem Fell scheren wir beidseits an der Brustwand eine kleine Stelle frei. Links und rechts kleben wir je zwei Elektroden auf die Haut – ähnlich wie beim Menschen –, schützen sie mit einem Verband um den Brustkorb und befestigen das kleine Aufzeichnungsgerät im Schulterbereich auf dem Rücken. Ihr Hund oder Ihre Katze darf sich während der Aufzeichnung völlig normal bewegen, nur nicht baden. Nach einem Tag nehmen wir das Gerät wieder ab und beginnen mit der Auswertung.

Was wir damit sehen

Röntgen ist eine schonende und schnelle Form der Diagnostik, nicht nur nach Unfällen, um Knochenbrüche zu erkennen. In der Kardiologie beurteilen wir damit Herzgröße, äußere Herzform und Herzlage sowie das umgebende Lungengewebe mit den darin liegenden Blutgefäßen und Bronchien. Die Aufnahmen helfen uns, Erkrankungen der Atemwege von Herzerkrankungen abzugrenzen und das Ausmaß von Herzveränderungen einzuschätzen.

So funktioniert’s

Eine Röntgenaufnahme ist wie ein Foto: Nichts darf verwackeln. Ist ein Patient besonders unruhig oder muss er eine bestimmte Position halten, kann eine kurze Narkose nötig sein. Dann sollte Ihr Tier vorher nüchtern sein. Grundsätzlich vermeiden wir jede zusätzliche Belastung und wägen gemeinsam mit Ihnen ab, was im Einzelfall das beste Vorgehen ist.

Was wir damit sehen

Exaktheit ist in der Diagnostik das A und O. Für die Blutdruckmessung nutzen wir deshalb ein computerbasiertes HDO-Gerät (High Definition Oscillometry), das jede einzelne Pulswelle sichtbar macht. Der Blutdruck ist ein wichtiger Baustein bei der Beurteilung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bei der Kontrolle der Therapie.

So funktioniert’s

In ruhiger Umgebung legen wir Ihrem Tier, ähnlich wie beim Menschen, eine Manschette an, je nach Vorliebe des Patienten am Vorderbein oder an der Schwanzwurzel. Die Manschette wird automatisch aufgepumpt, der Druck anschließend in kleinen Schritten wieder abgebaut. Dabei registriert das Gerät die Durchblutung in den Gefäßen unter der Manschette; am Monitor sehen wir jede erfasste Pulswelle. Um verlässliche Werte zu erhalten, wiederholen wir die Messung manchmal einige Male. So kann sich Ihr Tier an Umgebung, Geräusche und Gerät gewöhnen und die anfängliche Aufregung abklingen.

Herzerkrankungen bei Hund und Katze

Herzerkrankungen machen sich bei Tieren oft erst spät bemerkbar: durch Leistungsabfall und Schlappheit, durch Husten oder Atemnot. Zeigen sich diese Symptome, ist die Erkrankung meist schon weit fortgeschritten. Deshalb wird die Früherkennung immer wichtiger. Eine kardiologische Untersuchung ist vor allem dann sinnvoll:

  • wenn Ihr Haustierarzt ein Herzgeräusch oder einen unregelmäßigen Herzschlag festgestellt hat
  • bei Rassen mit erblicher Veranlagung, etwa Dobermann und Boxer, schon bevor Symptome auftreten
  • bei Husten, schneller Ermüdung, Atemnot oder Ohnmachtsanfällen
  • vor einer Narkose bei älteren Tieren oder bei bekannten Vorerkrankungen
  • zur Verlaufskontrolle einer bekannten Herzerkrankung und zur Überwachung der Therapie

Nach der Diagnose stellen wir die Therapie individuell ein. Ihr Haustierarzt erhält auf Wunsch alle Befunde und kann die weitere Betreuung übernehmen.

Tierärztin bedient Echokardiographiegerät, Monitor zeigt Herzultraschall mit EKG-Spur

Ablauf der kardiologischen Untersuchung

1. Terminanfrage und Erstgespräch

Sie rufen uns an oder schreiben uns eine E-Mail und schildern kurz, was Ihnen aufgefallen ist: Seit wann hustet Ihr Tier, wie belastbar ist es, gab es Ohnmachtsanfälle? So können wir genug Zeit für die Untersuchung einplanen. Zum Termin bringen Sie Vorbefunde, Röntgenbilder und Medikamentenlisten Ihres Haustierarztes mit; im Erstgespräch gehen wir alles in Ruhe durch.

2. Untersuchung ohne Narkose

Abhören, Blutdruckmessung in Ruhe, EKG mit kleinen Klemmen an den Beinen und der Herzultraschall in Seitenlage auf einem weich gepolsterten Tisch: All das ist am wachen Tier möglich. Nur für Röntgenaufnahmen kann bei sehr unruhigen Patienten eine kurze Sedierung nötig sein; das wägen wir gemeinsam mit Ihnen ab.

3. Befund und Therapieplan

Bilder, Videos und Messwerte werten wir direkt aus und erklären Ihnen den Befund am Monitor. Sie erfahren, welche Herzerkrankung vorliegt, in welchem Stadium, und welche Behandlung wir empfehlen, inklusive Prognose und Kosten.

4. Verlaufskontrolle

Herzerkrankungen verändern sich. In festgelegten Abständen kontrollieren wir Herzfunktion, Blutdruck und Blutwerte, passen die Medikamente an und setzen bei Rhythmusstörungen das 24-Stunden-EKG zur Therapieüberwachung ein.

Häufige Fragen zur Herzuntersuchung bei Hund und Katze

Typische Anzeichen sind schnelle Ermüdung beim Spielen oder Spazierengehen, Husten (vor allem nachts oder nach Anstrengung), beschleunigte oder angestrengte Atmung in Ruhe, Ohnmachtsanfälle und ein aufgeblähter Bauch. Katzen zeigen oft lange gar nichts und werden plötzlich kurzatmig. Lassen Sie solche Symptome zeitnah abklären.

In der Regel nicht. Herzultraschall, EKG und Blutdruckmessung führen wir am wachen Tier durch, in ruhiger Umgebung und ohne Zwang. Nur Röntgenaufnahmen brauchen absolute Ruhe: Ist ein Patient sehr unruhig oder muss eine bestimmte Position halten, kann eine kurze Sedierung nötig sein. Dann sollte Ihr Tier vorher nüchtern sein. Wir besprechen das vorab mit Ihnen.

Das hängt von Diagnose und Stadium ab. Bei einer stabilen, gut eingestellten Herzerkrankung reichen oft Kontrollen alle sechs bis zwölf Monate; nach einer neuen Diagnose oder einer Medikamentenumstellung sehen wir Ihr Tier früher wieder, um die Wirkung zu prüfen. Rassen mit erblicher Veranlagung empfehlen wir eine jährliche Vorsorgeuntersuchung, auch ohne Symptome. Den passenden Rhythmus legen wir nach der ersten Untersuchung gemeinsam fest.

Kardiologische Termine vergeben wir telefonisch oder per E-Mail-Anfrage und nicht über die Online-Terminbuchung, weil wir vorab ein paar Angaben zu Ihrem Tier brauchen, um die Terminlänge richtig zu planen. Eine Überweisung ist nicht nötig. Sie können direkt zu uns kommen, sei es zur Abklärung eines Herzgeräuschs, für eine Zweitmeinung oder zur Vorsorge bei gefährdeten Rassen. Viele Haustierärzte überweisen ihre Herzpatienten zu uns. Auf Wunsch erhält Ihr Tierarzt alle Befunde und übernimmt die weitere Betreuung.

Einblicke in unsere Tierkardiologie

Vom Herzultraschall bis zum Holter-EKG im Alltag: Ein paar Eindrücke, wie eine Herzuntersuchung bei uns aussieht: ruhig, ohne Narkose und mit viel Zeit für Ihr Tier.

Monitor mit Blutdruckkurve
Bild 1 von 5: Monitor mit Blutdruckkurve

Für ein gesundes Herz: Wir sind für Sie da!

Sie haben Veränderungen bei Ihrem Tier bemerkt, Ihr Haustierarzt hat ein Herzgeräusch gehört oder Sie möchten eine Zweitmeinung? Rufen Sie uns an oder schicken Sie uns eine Terminanfrage per E-Mail, mit oder ohne Überweisung. Kardiologische Termine vergeben wir bewusst nicht online, damit wir genug Zeit für Ihr Tier einplanen können.

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Das geht bei uns ganz einfach online. Wir freuen uns auf Sie und ihr Tier.

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